Unsere Route – Updates auf nomadocean.org

Wer segelt, bloggt nicht – so lautet das Resumé der ersten Wochen Neuseeland-Umsegelung. Seit unserer Abreise aus Tauranga, Bay of Plenty habe ich nicht in die Tasten gehauen. Wie auch?! Wir waren in den letzten Wochen zu beschäftigt, den stürmischen Bedingungen und starken Wellengängen hier an der Ostküste der Nordinsel von Neuseelands zu trotzen und Richtung Süden zu gelangen. Unser Ziel war es, Neujahr schon auf der Südinseln in den Marlborough Sounds zu verbringen. Dass das mit unserem 8-Meter-Segelboot ein Wettlauf gegen die Zeit werden würde, war uns klar.1069111

Es ist ein Wettlauf, den wir verloren haben: Eine Südsturmfront hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir hatten dennoch Glück im Unglück und konnten uns die letzten Tage in der Marina des Segelclubs von Napier verstecken. Viel Zeit zum Schreiben von Posts und Updates, möchte man meinen. Falsch gedacht: Proviant besorgen, Ankerleine neu spleißen, Wäsche waschen, Decken und Teppiche trocknen (wir haben so einige Wellen abgekriegt), Wasser- und Benzintank und Gasflaschen neu auffüllen, mit unseren Familien Kontakt aufnehmen, Mails beantworten, die wichtigsten Arbeiten erledigen und und und – die Stunden reichen nicht aus für das Programm, das wir uns vorgenommen hatten. Dazu kommt noch, dass die Marina in Napier zwar verhältnismäßig gut ausgestattet ist und neben einigen Restaurants, Bars sowie kleineren Shops liegt; Supermärkte, Geschäfte mit Bootsequipment oder die Tankstelle, die die Gasflasche auffüllt, aber sind zwischen 3 und 4 Kilometer entfernt in der Innenstadt. Ohne Auto kaum erreichbar – und ein Bus-Trip ist nicht nur ziemlich teuer (rund 15 NZD Hin&retour), die Fahrtzeit allein beträgt etwa eine Stunde.

 

 

Vier Tage nach unserer Ankunft habe ich es heute endlich geschafft: Ich klopfe in die Tasten und versuche, die Erfahrungen der letzten zwei Wochen seit unserer Abreise aus Tauranga in Worte zu fassen. Wie viel ich schaffe, wird die Zeit weisen. Ich bitte um Geduld und Nachsehen – wie das unter Cruisern und Seglern so üblich ist.

 

Ein wenig Lese- und vor allem Bildmaterial gibt es allerdings schon: Auf unserer Website nomadocean.org kann man unsere bisherige Route in kurzen Worten und zahlreichen Fotos nachverfolgen. Map

Zu Neujahr geht es übrigens weiter (so Wind und Wetter das zulassen): Wir wollen die nächste 50-Stunden-Etappe in die Marlborough Sounds / Queen Charlotte Sound in Angriff nehmen und endlich auf die Südinsel Neuseelands gelangen. Laut Wetterbericht stehen die Chancen gut, denn am 1.1. sollen bei 10 – 15 Knoten Nordwind ideale Segelbedingungen für diese Strecke vorliegen. Wir danken schon jetzt fürs Daumendrücken!

 

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